Ernährung

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Unsere Welpenernährung und unsere Futterempfehlung

Barfcomplete Rindfleisch fein gewolft

Barfcomplete Rindfleisch fein gewolft bei barfexpress ansehen

Unsere Welpen werden zusätzlich zur Muttermilch mit Ziegenmilch versorgt. Ab der 3. Lebenswoche bekommen sie ihren ersten Brei aus Rindertatar, Ziegenmilch und feinen Bio-Haferflocken. Bis zur 8. Woche erweitern wir den Speiseplan Schritt für Schritt um fein geriebenes Obst und Gemüse, zum Beispiel Apfel, Möhre und Brokkoli.

Corgi-Welpe wird mit der Flasche gefüttert

Ihr Welpe kennt Rohfütterung also von Anfang an. Deshalb empfehlen wir, nach dem Einzug bei Ihnen weiter zu barfen. So bleibt die Ernährung gleich, und das schont den Magen in der aufregenden ersten Zeit. Viele Halter beobachten beim Barfen außerdem kleinere und festere Kothaufen, was auch beim Stubenreinwerden helfen kann.

Ein individuell berechneter BARF-Plan ist eine gute Sache, setzt aber Zeit, Wissen und viele einzelne Zusätze voraus. Eine praktische und ausgewogene Alternative ist ein hochwertiges Fertig-BARF wie Barfcomplete Rindfleisch fein gewolft von barfexpress. Es ist als Alleinfutter für erwachsene Hunde abgestimmt und enthält bereits Mineralien, Spurenelemente und Vitamine in passender Menge.

Welpen brauchen im Wachstum allerdings deutlich mehr Calcium und Phosphor als erwachsene Hunde. Etwa 90 % des Calciums im Körper sind zusammen mit Phosphor in Knochen und Zähnen gebunden. Außerdem braucht der Körper Calcium für die Blutgerinnung, für die Zellen und für die Arbeit von Enzymen und Hormonen. Diesen erhöhten Bedarf deckt ein Futter für erwachsene Hunde nicht ab. Deshalb empfehlen wir, das Barfcomplete bis zum Alter von 12 Monaten mit dem Bellami Welpenzusatz zu ergänzen, der genau auf diese Kombination abgestimmt ist.

Bitte halten Sie sich dabei genau an die Dosierungsempfehlung des Herstellers. Zu wenig Calcium ist im Wachstum schädlich, zu viel aber ebenso. Der häufigste Fehler sind unregelmäßige oder ungleichmäßige Gaben, und die können Wachstumsstörungen auslösen.

Corgi-Welpen fressen gemeinsam am Futterring

Wie viel Futter braucht mein Welpe?

Ab der 8. Woche rechnen wir bei unseren Welpen mit 8 % des Körpergewichts an Fleisch pro Tag. Obst und Gemüse zählen wir dabei nicht mit. Diese Tagesmenge verteilen wir auf drei Mahlzeiten.

Beispiel: Ein Welpe wiegt 2.500 g. Dann ergibt sich 2.500 g : 100 × 8 = 200 g Fleisch pro Tag, also etwa 65–70 g pro Mahlzeit.

Smart Display zeigt die Rechnung: 8 % von 3 kg sind 240 g Futter

Bei Fertig-BARF wie Barfcomplete ist der Gemüse- und Obstanteil bereits enthalten. Hier sollten Sie deshalb eher etwas mehr füttern, damit Ihr Welpe genug Fleisch bekommt.

Corgis wachsen schnell. Etwa ab dem 6. bis 7. Monat oder mit Beginn der Geschlechtsreife sinkt der Bedarf deshalb deutlich. Dann gehen wir von etwa 4 % des Körpergewichts aus. Erwachsene Hunde liegen meist noch darunter. Das ist auch der richtige Zeitpunkt, um auf zwei Mahlzeiten umzustellen.

Diese Werte sind ein Richtwert und keine feste Regel. Bewegung, Typ und Temperament beeinflussen den tatsächlichen Bedarf stark. Bei uns bekommt eine erwachsene Hündin mit 10,5 kg etwa 340 g am Tag, und das ist für sie fast schon zu viel. Ein Rüde mit viel Temperament und Bewegung, der 12 kg wiegt, bekommt dagegen mit 540 g am Tag eher noch zu wenig. Ihm geben wir oft noch eine Zwischenmahlzeit.

Wiegen Sie Ihren Welpen deshalb regelmäßig und berechnen Sie die Futtermenge jede Woche oder alle zwei Wochen neu. Ihr Hund sollte schlank sein, und die Rippen sollten gut fühlbar, aber nicht sichtbar sein.

Corgi-Welpe vor einem Napf mit frischem BARF

Obst und Gemüse als Ergänzung

Corgi-Welpe schnuppert an frisch geriebenen Möhren, umgeben von Obst und Gemüse

Wir geben auch gern zusätzlich etwas Obst und Gemüse dazu. Besonders empfehlen können wir:

  • Gemüse: Möhren, Zucchini, Kürbis, Gurke, Fenchel, Pastinake, Rote Bete, Brokkoli und Blumenkohl (in kleinen Mengen), Spinat und Salat
  • Obst: Apfel und Birne (ohne Kerngehäuse), Banane, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Wassermelone (ohne Kerne)
  • Nur gekocht: Kartoffeln und Süßkartoffeln

Hunde kauen kaum und können pflanzliche Zellwände schlecht aufschließen. Obst und Gemüse sollten deshalb gerieben bzw. püriert gefüttert werden. Gemüse kann auch gedünstet werden, damit Ihr Hund die Nährstoffe optimal verwerten kann. Ein paar Tropfen Öl dazu helfen, die Vitamine besser aufzunehmen. Füttern Sie mehr Gemüse als Obst, denn Obst enthält viel Fruchtzucker.

Bitte niemals füttern: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch, Weintrauben und Rosinen, Avocado, rohe Kartoffeln, grüne Tomaten und grüne Paprika sowie Steinobst mit Kern. Diese Lebensmittel sind für Hunde giftig.

Trockenfutter als Ergänzung

Etwa ab dem 12. Monat ersetzen wir manchmal eine Mahlzeit durch Trockenfutter. Wir haben schon viele Hersteller ausprobiert. Die Unterschiede zwischen guten Sorten sind aus unserer Erfahrung nicht so groß, dass sich eine lange Liste lohnt. Besonders gut funktionieren bei uns:

  • MERA Pure Sensitive Lachs & Reis
  • MERA Pure Sensitive Rind & Kartoffel

Worauf Sie beim Trockenfutter achten sollten:

  • Alleinfuttermittel, bis 12 Monate ein Junior-Futter für mittelgroße Rassen
  • Fleisch oder Fisch als erste Zutat, mit Prozentangabe
  • Moderater Fettgehalt (ca. 10–14 %), denn Corgis nehmen schnell zu
  • Omega-3 aus Fisch- oder Lachsöl für Gelenke, Haut und Fell
  • Kleine bis mittlere Kroketten
  • Ohne Zucker, künstliche Farb- und Lockstoffe

Getreidefreies Futter mit viel Erbsen oder Linsen empfehlen wir nur bei echtem Bedarf, zum Beispiel bei einer nachgewiesenen Getreideallergie. In den USA wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen solchem Futter und einer Herzmuskelerkrankung (DCM) untersucht. Abschließend geklärt ist das nicht, aber es gibt für gesunde Hunde keinen Grund, das Risiko einzugehen. Reis oder Hafer sind für die meisten Hunde gut verträglich.

Bisher hatte keiner unserer Corgis eine Futterunverträglichkeit. Dazu können wir also nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Für Hütehunde mit empfindlichem Magen haben wir in Foren aber viel Gutes über Hey Holy – Happy Herders gelesen.

Wenn es mal schnell gehen muss

Das BARF-Futter ist nicht aufgetaut, oder Sie können gerade nicht barfen, zum Beispiel unterwegs? Für solche Fälle nutzen wir unter anderem Futter von Reico oder animonda GranCarno Junior Rind + Huhn (Nassfutter). Das animonda-Futter bekommen Sie fast überall. Bei Fragen zu Reico hilft Ihnen gern unsere Reico-Vertreterin Helma Rädeker.

Wichtig: Für Mahlzeiten mit Fertigfutter, egal ob nass oder trocken, wird kein Bellami Welpenzusatz dazugegeben. Fertigfutter ist bereits vollständig ergänzt.

Weitere Zusätze

Da unsere Hunde bereits sehr hochwertig ernährt werden, geben wir nur wenige feste Zusätze:

  • Dorschlebertran: ab und zu, nur sparsam und nicht täglich
  • Ein Ei pro Woche: je nach Lust und Laune roh oder gebraten, ohne Salz und Gewürze

Wer Barfcomplete füttert, braucht keinen zusätzlichen Lebertran. Er ist dort bereits in passender Menge enthalten.

Vitamin B und der Corgi-Rücken

Die B-Vitamine B1, B6 und B12 sind wichtig für gesunde Nerven, vor allem für die Reizleitung und die Schutzhülle der Nervenfasern. Gerade bei Rückenproblemen setzen Tierärzte sie deshalb oft unterstützend ein.

Viel Vitamin B steckt in Leber, Niere, Herz, grünem Pansen, Muskelfleisch, Eigelb, Fisch und Bierhefe. Wer ausgewogen barft und regelmäßig Innereien füttert oder Barfcomplete nutzt, ist in der Regel gut versorgt.

Wichtig: Vitamin B verhindert keinen Bandscheibenvorfall. Den Corgi-Rücken schützen vor allem ein schlankes Gewicht, gute Muskulatur sowie möglichst wenig Treppen und Sprünge. Zusätzliche Präparate bitte nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt geben.

Gut zu wissen

  • Hygiene beim Barfen: Tauen Sie das Futter langsam im Kühlschrank auf, nicht in der Mikrowelle. Aufgetautes Futter sollte innerhalb von 1–2 Tagen verbraucht werden. Reinigen Sie Napf, Brett und Hände nach dem Füttern gründlich.
  • Kein rohes Schweinefleisch: Es kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Hunde tödlich ist.
  • Keine gekochten Knochen: Gegarte Knochen splittern und können schwere Verletzungen verursachen.
  • Futterumstellung langsam: Stellen Sie das Futter über 7–10 Tage um und mischen Sie das neue Futter nach und nach unter. Zum Einzug geben wir Ihnen Futter für die ersten Tage mit.
  • Frisches Wasser: Ihr Hund sollte immer frisches Wasser zur Verfügung haben, vor allem bei Trockenfutter.
  • Ruhe nach dem Fressen: Bitte nach den Mahlzeiten etwa eine Stunde nicht toben lassen.
  • Leckerlis zählen mit: Ziehen Sie Leckerlis und Kauartikel von der Tagesration ab.
  • Schlank halten: Corgis neigen zu Übergewicht. Durch den langen Rücken belastet jedes Kilo zu viel Wirbelsäule und Gelenke zusätzlich. Ein schlanker Corgi ist ein gesunder Corgi.

Wissenschaftliche Grundlagen und weiterführende Informationen

Die Ernährung unserer Welsh Corgi Pembroke liegt uns besonders am Herzen. Unsere Fütterungsempfehlungen beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen in der Zucht. Ergänzend orientieren wir uns an anerkannten veterinärmedizinischen Erkenntnissen zur Hunde- und Welpenernährung.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei diesen Fachorganisationen weitere Informationen (auf Englisch):

1. FEDIAF – Europäischer Verband der Heimtierfutterindustrie
Die FEDIAF veröffentlicht von einem wissenschaftlichen Beirat geprüfte Nährstoffempfehlungen für Hunde und Katzen, getrennt für Wachstum und Erwachsenenalter.
Offizielle FEDIAF-Ernährungsrichtlinien

2. WSAVA – Welttierärzteverband für Kleintiere
Die Global Nutrition Guidelines der WSAVA helfen bei der Beurteilung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Entwicklung, das Körpergewicht und der Gesundheitszustand des Hundes.
WSAVA Global Nutrition Guidelines

3. MSD/Merck Veterinary Manual – Fütterung von Kleintieren
Das veterinärmedizinische Fachhandbuch erläutert unter anderem die Anforderungen an die Ernährung von Welpen im Wachstum, etwa zur Fütterungshäufigkeit und zum gleichmäßigen Wachstum.
Feeding Practices in Small Animals

Unser Hinweis: Jeder Welpe entwickelt sich individuell. Futtermenge, Energiebedarf und Nährstoffversorgung sollten deshalb regelmäßig überprüft werden. Besonders bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen empfehlen wir eine professionelle Rationsberechnung durch eine tierärztliche Ernährungsfachkraft.

Diese Seite gibt unsere eigene Erfahrung wieder und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Alle hier genannten Produkte empfehlen wir aus eigener Erfahrung. Wir erhalten für diese Empfehlungen keine Vergütung.

Bei Fragen zur Fütterung sind wir jederzeit gern für Sie da.

Stand: Oktober 2026